„Jeder Kilometer zählt“ – für uns sogar doppelt.

Als ich mich mit meinem blinden Pony Pino beim Cup der Bundesländer angemeldet habe, hatte ich ein ganz konkretes Ziel: Motivation sammeln, um für unseren geplanten Strandurlaub zu trainieren.

Vor einem Jahr habe ich mir mit Pino einen Lebenstraum erfüllt und bin mit meinem augenlosen Pony zum ersten Mal ans Meer gefahren. Die langen Strände, die endlosen Galoppstrecken und das Gefühl von Freiheit waren so besonders, dass schnell feststand: Wir wollen wiederkommen.

Wer schon einmal mit Pferden am Strand unterwegs war, weiß aber auch, dass dort enorme Strecken zusammenkommen. Gerade im tiefen Sand leisten die Pferde körperlich viel. Deshalb war der Cup für uns die perfekte Motivation, um uns gezielt vorzubereiten und Pino langsam und schonend aufzutrainieren. Schließlich soll so ein Urlaub vor allem Spaß machen und nicht mit Muskelkater, Überlastungen oder Verletzungen enden.

Also haben wir Kilometer gesammelt – und zwar einige. Das Training hat sich ausgezahlt: In unserem Strandurlaub haben wir innerhalb einer Woche 112 Kilometer zurückgelegt. Mittlerweile stehen wir beim Cup sogar bei über 400 Kilometern.

Unser schönster Moment? Ganz klar die langen Galoppaden am Strand. Zu erleben, wie mein vollständig blindes Pony mit gespitzten Ohren durch den Sand läuft und mir dabei bedingungslos vertraut, ist jedes Mal etwas Besonderes.

Der Cup hat uns nicht nur geholfen, fit für den Urlaub zu werden, sondern auch gezeigt, was man mit einem klaren Ziel und etwas Konsequenz erreichen kann. Viele Menschen sehen bei einem augenlosen Pony zuerst die Einschränkungen. Ich sehe inzwischen vor allem die Möglichkeiten. Pino erinnert mich jeden Tag daran, dass die meisten Grenzen nicht im Körper liegen, sondern in unseren Köpfen.

Deshalb mein Rat an alle, die schon lange von einem Strandritt oder einem anderen besonderen Abenteuer mit ihrem Pferd träumen: Macht es. Nicht irgendwann – sondern jetzt. Wenn euch unsere Abenteuer interessieren, folgt uns gerne auf Instagram unter @derblindepino

Kerstin und Pino