„Wer ist so verrückt und reitet in vier Monaten 2600 km?“ mag man sich fragen.
In dieser Zeit wäre ich von meinem Zuhause bis in den Nordosten Marokkos gelangt…
Vom Schleswig-Holstein Cup habe ich erst wenige Tage vor Beginn erfahren und die Idee fand ich
gleichermaßen spannend wie schön.
Als anspornender Wettbewerb zwischen den Bundesländern konzipiert, steht doch das gemeinsame
Interesse aller derjenigen im Mittelpunkt, die mit Pferden, Eseln, Maultieren auf die eine oder
andere Art und Weise im Gelände unterwegs sind:
Positiv auf die Notwendigkeit von und den Bedarf an Reitwegen aufmerksam zu machen, ohne den
Zeigefinger dabei zu erheben.
Mein Mann und ich sind mit unseren beiden Connemaraponys Charlie und Inti und dem alten Pferd
meiner Freundin vor drei Jahren von Hamburg nach Schleswig-Holstein umgezogen; unter anderem
auch aus dem Grund, dass ich mehr mit den Pferden im Gelände unterwegs sein wollte.
Was für den einen der Jakobsweg und den anderen der Appalachian Trail ist, so war für mich der
Cup mein ganz persönlicher “Herzogtum Lauenburg-Trail“ .
Diese Cup-Zeit fiel in unsere absolute Hochsaison, denn wir betreiben eine Schule für traditionelles
Bogenschießen und alle unsere Kurse finden outdoor statt und das natürlich vermehrt in der warmen
Jahreszeit.
So waren es nicht die einzelnen langen Ritte, die zu diesem Ergebnis geführt haben, sondern die
beständigen und beharrlichen kleinen, täglichen Schritte.
Das schönste an dieser Geschichte ist, dass ich in der letzten Woche den 30 – jährigen Buddy, das
Pferd meiner Freundin, spätabends, als es kühl war, mitgeritten habe.
So ist Buddy, zusammen mit meinen beiden Connemaraponys, wohl mit 30 Jahren der älteste
Gewinner in der bisherigen Cupgeschichte 🙂
Vielen Dank für das Engagement aller Beteiligten, die so ein Event auf die Beine gestellt haben!