27.5.2026
Eigentlich
hätte ich es wissen müssen – aus Erfahrung.
Aber wenn man mal das Reitgelände abwechseln will, muss man auch mal eine „Niederlage“ einstecken. Ich fuhr gestern in das Waldgebiet bei Fuchsenloch im Altdorfer Wald. Leider sind die Wege überwiegend knochenhart und aktuell sind einige Wege neu gekiest (feiner Kies, wassergebunden), was sie nicht weicher macht. Schade, denn das Gebiet ist recht abwechslungsreich gestaltet. Also eher für Radler und Wanderer geeignet. So wurde ich streckenweise auch zum Wanderer mit Pferd…
Dafür war dann vorgestern der Ausritt schöner, was die Wege angeht.
Denkwürdig war zudem gestern eine Furt-Durchquerung. Solano kennt sie, dennoch verändert der Bachlauf bei größerer Strömung auch hier mal den Untergrund. Vorsichtig war Solano und brachte uns gut durch.
Eine weitere sehr interessante Beobachtung hatte ich schon am Mittag gemacht: Eine Ringelnatter hatte sich einen Laubfrosch gegriffen und war im Begriff, ihn zu verschlingen. Ein seltenes Erlebnis in freier Natur.
24.5.2026
Mein Pfingstsonntagsausritt
war schön und abwechslungsreich. Solano schritt munter aus und zwischendurch gab es Trab und Galopp – allerdings gedimmt. Wollen tät er schon, aber dürfen soll er noch nicht so doll.
Unterwegs hatte ich mal wieder nette Begegnungen:
Ein älterer Mann mit Krückstock freute sich über „den schönen Gaul“, der ihm jedoch zu hoch sei. Er käme da nicht rauf. „Ich benutze auch immer einen Baumstamm oder Ähnliches“, tröstete ich ihn. Ob ich schon mal heruntergefallen sei? Ja einmal, vor Jahren, als ich ein Zauntor öffenen wollte, verlor ich das Gleichgewicht, erzählte ich ihm. Das amüsierte ihn. Dann erzählte er mir, dass er in der Gegend alle Pferdehöfe kenne, woher ich denn sei. Meinen Hof kannte er angeblich auch. Jedenfalls hatte er gerne mit mir geplaudert.
Die zweite Begegnung war mit einem Radfahrerpaar. Der Mann sprach mich gleich mit Namen an. Ich kannte ihn unter seiner „Verkleidung“ nicht gleich. Dann aber stellte sich heraus, dass er als KFZ-Meister bei einem Auto-haus in RV schon öfter mein Auto betreut hatte und wir immer ein nettes Gespräch dort hatten. –
Und dann drängte Solano nach Hause. Dort wusste er die Stute, mit der er Freundschaft geschlossen hatte, seit sie da ist. Heute aber hatte er etwas Konkurrenz. Ein weiterer „Möchtegern“ wollte die Stute auch für sich reklamieren. Eifersüchtig waren beide Kerle, aber nicht grob. Dann wurde es der jungen Stute zuviel und sie trottete davon… Solano aber behielt sie im Auge. Spitzbube!