Meine Stute Maya ist seit fast 15 Jahren bei mir und inzwischen 30 Jahre alt. Maya ist absolut gelassen und zuverlässig, will begeistert werden und liebt es, draußen unterwegs zu sein. Wenig überraschend, dass das Gelände schon immer unser Schwerpunkt ist, sowohl im Sattel als auch zu Fuß. Auch Challenges haben wir schon gemeistert, so waren wir zum Beispiel mehrmals bei der während Corona initiierten „Mut zur Strecke Challenge“ dabei.
Nun ist das Pferd 30 Jahre alt und auch wenn sie lange alterslos zu sein schien, merkt man jetzt, dass sie kein junges Pferd mehr ist.
Daher ertappte mich immer öfter bei Gedanken wie „Ist das nicht zu viel für sie?“, „Müssen wir unser Pensum reduzieren?“ usw.
Da Maya chronische Lungenprobleme hat, ist ein reines Rentnerdasein zwar keine Option, da sie regelmäßig in den höheren Gangarten geradeaus laufen muss, was am besten im Gelände geht, aber die Zweifel blieben.
Durch den Cup wurden meine Geländeambitionen befeuert und der sportliche Ehrgeiz führte dazu, dass wir bei jeder Gelegenheit raus gehen, meistens zu Fuß, aber auch geritten.
Zwar schaffen wir keine großen Strecken (meistens 3-10 km), haben aber viel Spaß und die alte Dame zeigt deutlich, dass ihr das sowohl gefällt als auch gut tut. Trödelt sie anfangs oft ziemlich hinter mir her, ab ca. Kilometer zwei oder drei ist sie warm und marschiert wie ein Uhrwerk. Dabei geht sie überall hin, durch Wasser, über umgestürzte Baumstämme, durch Ortschaften, sie macht alles mit.
Je länger, je lieber und dass wir selten mehr als 10 km schaffen, liegt nur daran, dass ich nicht mehr Zeit habe. Die Schnellsten sind wir nämlich nicht. „In der Ruhe liegt die Kraft“ ist schon immer Mayas Motto.
Wir profitieren auf nahezu allen Ebenen, Maya hat, nachdem sie im Winter ziemlich abgenommen hatte, wieder gut zugelegt und Muskulatur aufgebaut. Und das obwohl die Platzarbeit momentan deutlich kürzer kommt, da wir ja immer raus gehen. Sie ist kerngesund, bestens gelaunt und hochmotiviert. Praktisch das Gleiche gilt für mich (nur dass ich nicht zunehmen musste, eher im Gegenteil).
Nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder dabei sein, ich liebe den Cup.
Ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisator:innen, der lieben Bekannte aus Schleswig-Holstein, die mit ihren ausführlichen Berichten von den Cups der vergangenen Jahre meinen Wunsch mitzumachen geweckt hat und den anderen Teilnehmer:innen, deren Bilder und Berichte ich sehr gerne verfolge.
Bis hoffentlich nächstes Jahr
Marion und Maya