Wir sind nun das 3. Mal dabei. Unsere Geschichte kennt ihr eigentlich schon. Wir sind Anja und meine 2 Schweren Warmblüter, Velvet 19 Jahre alt, seit 16 Jahren bei mir und Vetin 5 Jahre alt, seit 4,5 Jahren bei mir. Während der letzten 2 Cups wurde der Kleine an das Gelände gewöhnt, an Sattel, Trense und Zubehör gewöhnt im Laufe der Zeit. Er begleitete uns auf Ausritten als Handpferd und genoss Spaziergänge mit mir alleine, bis hin zu Aufsteigübungen an Baumstämmen, Steinen, Hochsitzen. Das erste Aufsitzen machten wir in der Halle und dann wurde alles weitere im Gelände geübt und gefestigt. Ich bin mir sicher, hätte es den Cup nicht gegeben, wäre das mit Sicherheit so nicht passiert.
Ergebnis ist, meine 2 Lieblinge sind zu einem super Team zusammen gewachsen, sie sind geländersicher und genießen die Zeit in Wald, Wiese und Feld. Auch dieses Jahr konnte ich wieder beobachten, wie sich die Kondition deutlich verbessert, die 2 zum Ende hin einfach immer motivierter und fleißiger wurden und die Freude mit mir teilen.
Was mir dieses Jahr bewusst geworden ist…die Zahlen, welche wir mittlerweile schreiben sind unglaublich. 9 Bundesländer sind es mittlerweile, 2478 Teilnehmer, 1788 Reiter, das sind tolle Zahlen. Der Cup dient dazu, darauf aufmerksam zu machen, dass für Waldwege und Reiter draußen was getan werden soll. Er soll zeigen, dass doch viele draußen unterwegs sind. Je mehr ich unterwegs war…das waren nun innerhalb der 3 Cupzeiträume, welche ich erleben durfte, über 2300 km, das was in allen anderen Monaten dazwischen noch dazu kommt, weiß ich nicht genau, aber ich denke es könnten gesamt 3000 km sein…fiel mir auf, dass unsere Umwelt wenig über uns weiß. Der Bauer der mit dem Traktor auf das Pferd auffährt, der Hund der frei im Wald läuft und wild bellend um die Pferdebeine rennt und die Besitzerin meint, er tut doch nix, der Förster, der meint er tut uns einen Gefallen, wenn er die Wege schottert, die Oma, welche sich mit dem Dackel im Gebüsch versteckt, weil sie denkt es sei sicherer für uns, die Radfahrer, welche unbemerkt, von hinten an uns vorbeifahren, weil sie die Gefahr nicht kennen. Ich denke es sind alles Geschichten die ihr alle kennt und wir könnten noch viele weitere zusammentragen, ich finde jedoch, die Situationen haben sich, je mehr ich oder WIR alle draußen unterwegs sind, deutlich minimiert. Ich habe oft mit den Leuten versucht zu reden, verständnisvoll, auch wenn ich ab und an sehr gereizt war. Ich habe mitgeteilt, was die Situationen mit sich bringen können, was Pferde und wir Reiter brauchen.
Lasst uns weiter mitteilen was wir brauchen, um uns draußen wohlzufühlen. Es muss publik werden, damit sich was ändert. An dem Beispiel der letzten Tage mit dem Tierschutzgitter an der Autobahnbrücke. Ich bin mir sicher, es wurde einfach nicht daran gedacht, dass Pferde damit die Brücke nicht queren können. Eventuell kann es dafür eine Lösung geben. Lasst uns mit der Umwelt darüber reden, wir sind mittlerweile so viele, vielleicht können wir was bewirken!
Danke für diese mega tolle Zeit. Danke für die Idee, danke für die Organisation. Danke für das Miteinander. Auf noch hoffentlich viele Cups in den kommenden Jahren. Auf das alle Reiter und Pferde gesund und munter bleiben und wir uns nächstes Jahr wieder sehen…🍀🙏🐴