hier die Geschichte von Jolly und mir. Meine junge Paint-Stute musste
bereits mit 4 Jahren an einer Knochenzyste operiert werden, kaum dass
ich sie angeritten hatte. Kaum war sie nach der OP aus der Reha zurück
und wir waren wieder im Training, wurde klar, dass ich 2 neue Hüften
bekommen musste. Das war letztes Jahr. Während der Zeit meiner OP und
bis ich wieder reiten durfte, gab ich Jolly in Beritt zu einer sehr
erfahrenen Trainerin und guten Bekannten. Wir waren zuvor viel im
Gelände gewesen – Gallopp in der Halle verbessern war der Auftrag. Sie
ist Turnierreiterin und trainiert eigentlich nur in er Halle/Platz. Den
Cup dieses Jahr begann ich, als ich wieder reiten durfte, mit meiner
alten Haflinger-Stute eher ruhig. Mitte März holte ich Jolly ziemlich
überstürzt zurück als mir klar wurde, dass es im Beritt gar nicht gut
lief. Das Pony war unreitbar, nahm keine Hilfen mehr an, wehrte sich
gegen den Zügel und die Schenkel, war unglaublich verunsichert. Unser
„Glück“ war, dass sie dort nie ausreiten gewesen waren, und obwohl Jolly
vom Reiter nichts mehr wissen wollte, konnten wir an früher anknüpfen
und wieder ins Gelände gehen, erst hinter den anderen her und dann auch
wieder alleine. Dank des Cups passte es super, Stunden- und
kilometerlang durch den Wald zu reiten – irgendwann rannte sie nur noch,
um die ganze Energie, die sie während des Beritts nie loswerden konnte,
abzubauen und wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Langsam konnten wir
hier wieder in der entspannten Geländeatmosphäre alle Hilfen ans Pferd
bringen, durfte wieder den Zügel annehmen und mit dem Bein treiben.
Inzwischen haben wir fast 700km gemacht und sind wieder ein Team
geworden! Die Hallensituation ist noch schwierig, aber das kriegen wir
auch wieder hin. Dieses lange ausreiten hat uns einfach gerettet :).
Alex&Jolly aus Baden-Württemberg
Liebe Grüße
Alexandra und Jolly